Masterstudiengang Fahrzeugmechatronik (M.Sc.) dual

Dualer Studiengang
Verantwortlich: 
Prof. Dr.-Ing. Bo Yuan
Art des Abschlusses: 
Master
Dauer: 
Der Masterstudiengang wird als Vollzeit- und Teilzeitstudium angeboten.Regelstudienzeit des Vollzeitstudiums: 3 Semester, Teilzeitstudium: 6 Semester
Studienformat: 
Vollzeitstudium
Sprache: 
Deutsch
Studienangebot: 
Masterstudium, konsekutiv
Kosten: 
.
Beginn: 
Das Studium kann im Winter- und auch im Sommersemester aufgenommen werden.
Allgemeine Zugangsvoraussetzungen: 
Hochschulabschluss
Akkreditierung: 
Ja
ECTS-Punkte: 
.

Mechanische Komponenten bilden naturgemäß die Basis eines jeden Fahrzeugs. Durch Einbeziehen neuer Technologien ist es der Fahrzeug- und Zulieferindustrie als der umsatz- und exportstärksten Industriebranche Deutschlands in den letzten Jahrzehnten gelungen, für den Anwender sowohl enorme Fortschritte hinsichtlich Qualität, Komfort und Sicherheit zu erzielen als auch höchste Umweltstandards beim Schadstoffausstoß zu erreichen. Diese kontinuierliche Entwicklung hat Fahrzeuge zu Hochtechnologieprodukten werden lassen.

Insbesondere die Elektronik und die Informatik haben sich in Verbindung mit der Mechanik als äußerst fruchtbar erwiesen. Dafür steht heute der Begriff Mechatronik.

Beginnend mit den Einspritzsystemen der 70er-Jahre und den Antiblockiersystemen der 80er-Jahre ist mittlerweile eine ganze Palette mechatronischer Systeme selbst in Mittelklassefahrzeugen zum Standard geworden. Herausragende Beispiele sind die drastische Reduktion der Abgasemissionen und die Fortschritte beim Kraftstoffverbrauch durch eine intelligente, umfassende Motorsteuerung sowie die Erhöhung der Sicherheitsstandards durch Rückhaltesysteme und Fahrwerksregelsysteme.

 

Und die Entwicklung geht rasant weiter. Geplant ist der Ersatz mechanischer Baugruppen beispielsweise beim Bremsen und Lenken durch elektrische Systeme (X-by-wire). Intelligente Sensoren werden zukünf­tig mithelfen, Gefahrensituationen zu erkennen und notfalls Gegenmaßnahmen einzuleiten. Insgesamt wird für elektronische und mechatronische Systeme bis zum Jahr 2010 ein Anteil von 35% an der Wertschöpfung eines Fahrzeugs prognostiziert.

Innovationen kommender Fahrzeuggenerationen werden überwiegend diesem Technologiebereich entstammen. Dafür sind noch größere Entwicklungsanstrengungen erforderlich als dies in der Vergangenheit der Fall war.

Voraussetzung zur Bewältigung dieser Zukunftsaufgabe ist die Verfügbarkeit einer ausreichenden Zahl von gut ausgebildeten IngenieurInnen. Immer wichtiger werden Fachleute, die komplexe Einzelkomponenten zu innovativen Systemen mit verbesserten oder völlig neuen Funktionen verknüpfen können. Voraussetzung dafür sind Kenntnisse in mehreren Ingenieurdisziplinen. Genau dies ist Kern der Ausbildung im Masterstudiengang Fahrzeugmechatronik.

Fächergruppe: 
Sonstiges
Gliederung: 

Das Studium gliedert sich inhaltlich in 4 Bereiche:

 

• Vertiefung in den Ausgangsdisziplinen (FE 1 und FE 2)

 

• Berufsfeldspezifische Vertiefung (FE 3, FE 4 und FE 5)

 

• Fachübergreifende Qualifikationen (FE 6 und FE 7)

 

• Masterarbeit (FE 8)

Inhalt: 

Inhaltlich ist eine wissenschaftlich/ methodische Vertiefung mit Spezialisierung auf ein zukunftsträchtiges Berufsfeld vorgesehen. Diesem Qualifikationsprofil wird durch folgende Studienziele Rechnung getragen:

• Das Studium ermöglicht befähigten StudentInnen, die bereits ein Hochschulstudium abgeschlossen haben, eine konsekutive Weiterentwicklung ihrer Qualifikation und den Erwerb eines weiteren, international kompatiblen Abschlussgrades. Durch eine Verknüpfung wissenschaftlicher Methoden und Werkzeuge aus den Bereichen Fahrzeugtechnik, Elektronik und Informatik verbunden mit einer systemtechnischen Betrachtungsweise wird die Kompetenz zur verantwortlichen Lösung anspruchsvoller mechatronischer Aufgaben im Fahrzeugbau und darüber hinaus auch im gesamten Maschinen- und Anlagenbau erweitert.

• Durch praktische Anteile in den Lehrveranstaltungen sowie durch fachübergreifende Projekte und Masterarbeiten, die typischerweise in Zusammenarbeit mit der Industrie durchgeführt werden, wird der Anwendungsbezug sichergestellt.

 

• Neben den fachlichen Kenntnissen werden im Studium auch übergreifende Qualifikationen wie soziale Kompetenz, interkulturelle Kommunikationsfähigkeit und Fremdsprachenkompetenz gefördert. Durch die in Gruppenarbeit durchgeführten Projekte werden die Fähigkeiten zur organisatorischen Bewältigung komplexer Aufgaben im Team weiter­entwickelt.

 

• Der Fächerkatalog und die Studieninhalte sind auf ein anspruchsvolles Niveau ausgerichtet.

 

• Das Studium bereitet auf anspruchsvolle Tätigkeiten und einen schnellen Einstieg in Führungsverantwortung im technischen Bereich, insbesondere in international operierenden Unternehmen, vor. Ebenso stellt es die Basis für eine wissenschaftliche Weiterqualifizierung dar.

Bezeichnung des Abschlusses: 
Master of Science (M.Sc.)
Details der Zugangsvoraussetzung: 

Für die Zulassung zum Masterstudiengang bestehen laut Studien- und Prüfungsordnung folgende Qualifikationsvoraussetzungen:

 

Ein mindestens sechs theoretische Studiensemester umfassendes und mindestens mit dem Prüfungsgesamtergebnis „gut“ abgeschlossenes Hochschulstudium der Fahrzeugtechnik, des Maschinenbaus oder der Mechatronik an einer deutschen Hochschule oder ein gleichwertiger Abschluss.

 

Für Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die als Prüfungsgesamtergebnis besser als „2,0“ erreicht haben, ist der Nachweis der fachlichen Eignung im Rahmen eines Eignungsverfahrens nicht erforderlich,

 

oder

 

Ein mindestens sechs theoretische Studiensemester umfassendes und mindestens mit dem Prüfungsgesamtergebnis „gut“ abgeschlossenes Hochschulstudium einer verwandten Fachrichtung (z.B. Elektrotechnik, Physikalische Technik) an einer deutschen Hochschule oder ein gleichwertiger Abschluss.

 

In diesem Fall ist der Nachweis der fachlichen Eignung stets im Rahmen eines Eignungsverfahrens zu erbringen. Wird dabei das Fehlen einzelner Kompetenzen festgestellt, werden von der Prüfungskommission Maßnahmen festgelegt, die den Erwerb dieser Kompetenzen aus dem fachlich einschlägigen grundständigen Studienangebot der Hochschule München außerhalb des Curriculums ermöglichen. Der Nachweis über den Erwerb fehlender Kompetenzen muss spätestens ein Jahr nach Aufnahme des Masterstudiums vorgelegt werden,

 

oder

 

Ein mindestens sechs theoretische Studiensemester umfassendes und mindestens mit dem Prüfungsgesamtergebnis „befriedigend“ abgeschlossenes Hochschulstudium der Fahrzeugtechnik, des Maschinenbaus, der Mechatronik oder einer verwandten Fachrichtung an einer deutschen Hochschule oder ein gleichwertiger Abschluss.

 

In diesem Falle müssen über die oben genannten Voraussetzungen hinaus eine mindestens zweijährige, einschlägige, qualifizierte, praktische Berufstätigkeit sowie dabei erbrachte, überdurchschnittliche Leistungen nachgewiesen werden.

 

• Die Absolvierung eines praktischen Studiensemesters im Hochschulstudium bzw. eine mindestens 18-wöchige einschlägige Industriepraxis.

 

• Das Bestehen einer Eignungsprüfung zum Nachweis der fachlichen Eignung.

 

Fremdsprachige Studienbewerber müssen ausreichende Sprachkenntnisse nachweisen. Der Nachweis wird durch die erfolgreiche Teilnahme an der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH-Stufe 2) oder die Teilnahme am Test Deutsch als Fremdsprache (TestDaF) mit überdurchschnittlichem Ergebnis (alle Teile „besser als 3“) oder einer gleichwertigen Prüfung erbracht (vgl. Informationsbroschüre).

 

Die "Ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen" enthalten die Regelung, dass nach Abschluss des Masterstudiengangs unter Einbeziehung des vorangehenden Studiums insgesamt 300 ECTS-Kreditpunkte erreicht werden müssen.

 

Der bereits vorhandene Hochschulabschluss, der Voraussetzung für die Zulassung ist, muss deshalb 210 oder mehr Kreditpunkte aufweisen. Das entspricht einem Studium mit mindestens 7 Semester Regelstudienzeit. Andernfalls sind zusätzliche Leistungen im erforderlichen Umfang zu erbringen.

Besondere Zugangsvoraussetzungen: 
Eignungsprüfungsverfahren