Traumazentrierte Fachberatung mit optionaler Erweiterung in Traumapädagogik (nach DeGPT/BAG-TP zertifiziert)

zertifiziert nach DeGPT/BAG-TP
Verantwortlich: 
Christa Stahl-Lang
Art des Abschlusses: 
Zertifikat
Dauer: 
1 Jahr
Studienformat: 
berufsbegleitendes Studium
Studienangebot: 
Akademische Weiterbildungsangebote ohne formalen Abschluss
Kosten: 
2.980€; Bei Wahl des zusätzlichen Schwerpunktes "Traumapädagogik" 3.570€
Beginn: 
16.11.2018
Allgemeine Zugangsvoraussetzungen: 
Berufspraxis
Studienort: 
Evangelische Hochschule Nürnberg
ECTS-Punkte: 
9 ECTS (mit der Erweiterung Traumapädagogik insg. 11 ECTS)
Gruppengröße: 
max. 20

Fachkräfte, die im psychosozialen Bereich tätig sind, treffen nicht selten auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit traumatischen Erfahrungen, die unter den entsprechenden Traumafolgestörungen leiden. Um die Betroffenen besser verstehen und begleiten sowie in der Bewältigung ihres Alltags unterstützen zu können, werden in der Weiterbildung die wesentlichen Erkenntnisse der Psychotraumatologie vermittelt.

Darüber hinaus wird ihre Anwendung in der praktischen Alltagsarbeit (Stabilisierung, Information, Alltagsbewältigung und soziale Integration) mit den Betroffenen und ihren Bezugspersonen in Beratung, Pädagogik und Pflege unter Begleitung erfahrener SupervisorInnen eingeübt.
Der Lehrgang wird mit dem Schwerpunkt "Traumazentrierte Fachberatung" angeboten. Gegebenenfalls ist eine Erweiterung mit der Schwerpunkt "Traumpädagogik" möglich.

Das Curriculum des Lehrgangs ist von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie nach neuen Standards (gültig seit 2017) zertifiziert.

Der Lehrgang findet in Kooperation mit dem TraumaHilfe Zentrum Nürnberg e.V. statt.

Fächergruppe: 
Geisteswissenschaften
Medizin
Pädagogik
Schlüsselqualifikation
Sozialwesen
Sozialwissenschaften
Sonstiges
Gliederung: 

Der Lehrgang Traumazentrierte Fachberatung umfasst insgesamt 150 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten (inklusive Supervisionseinheiten und Abschlusskolloquium):

  • 7 Wochenendseminare à 16 UE (freitags 10:00 – 18:00, samstags 9:00 - 17:00 Uhr)
  • 1 Wochenendseminar à 14 UE (Freitag 10:00 - 18:00, Samstag 9:00 - 15:30)
  • 3 Gruppensupervisionen (freitags 13:00 - 18:30, samstags 10:00 - 15:30)
  • Abschlusskolloquium von 10:00 - 16:30
  • Bei der optionalen Erweiterung "Traumapädagogik" 2 weitere Wochenendseminare (insg. 30 UE) 
Inhalt: 

16./17.11.2018
Einführung in die Psychotraumatologie I und zentrale Aspekte traumasensibler Arbeit I
•    Geschichte der Psychotraumatologie
•    Basisstrategien traumzentrierter Arbeit
•    Kindheitstraumata
•   
Traumafolgeproblematik und traumasensible Behandlungsverfahren

11./12.01.2019
Einführung in die Psychotraumatologie II und zentrale Aspekte traumasensibler Arbeit II; Praxis und Reflexion I
•    Überblick zu traumazentrierten Arbeitsfeldern
•    Traumasensible Haltung
•    Selbstfürsorge- und Mitarbeiter/-innenfürsorge
•    Reflexion der eigenen beruflichen Rolle

08./09.02.2019
Praxis und Reflexion II
•    Beziehungsgestaltung in traumazentrierten Arbeitsbereichen

08./09.03.2019
Praxis und Reflexion III; Ebenen der Stabilisierung I
•    Selbsterfahrung
•    Körperliche und psychische Stabilisierung

05./06.04.2019
Ebenen der Stabilisierung II
•    Psychische Stabilisierung, Affektregulation
•    Soziale Stabilisierung

10./11.05.2019
Ebenen der Stabilisierung III; Traumaspezifische Kriseninterventionen; Traumaverarbeitung und Integration in beraterischen und pädagogischen Kontexten
•   
Interaktionelle Elemente der Stabilisierung
•    Psychische Stabilisierung und Affektregulation
•    Traumaverarbeitungsprozesse (Umgang, Unterstützung und Begleitung)

Schwerpunkt Traumazentrierte Fachberatung

28./29.06.2019 (Samstag 9:00 – 15:30 Uhr)
Grundlagen der Beratungsplanung; Möglichkeiten und Grenzen der Beratung
•  
  Grundlagen der Beratungsplanung
•    Orientierung Beratungsplanung und Planungsprozess an verschiedenen Variablen
•    Möglichkeiten und Grenzen

12./13.07.2019
Traumaspezifische Beratung mit verschiedenen Zielgruppen; Möglichkeiten und Grenzen
•    Beratung im Kontext Migration/Flucht und Jugendhilfe sowie in Risikoberufen
•    Lebensphasenspezifische Beratung
•    Traumasensibles Gestalten des Endes der Beratungsbeziehung
•    Indikationen zur Weiterverweisung in andere Therapieformen

Supervisionen
Aus den folgenden Terminen müssen drei Supervisionen gebucht werden. Diese finden in Gruppen mit maximal neun Teilnehmenden statt:

  • 25.05.19
  • 21.06.19
  • 22.06.19
  • 20.09.19
  • 21.09.19
  • 11.10.19
  • 12.10.19
  • 25.10.19
  • 26.10.19
Benötigte Vorkenntnisse: 

 

 

Zielgruppe: 

PsychologInnen, ÄrtzInnen, Fachkräfte im Pflegebereich, HeilpädagogInnen, SozialpädagogInnen, ErzieherInnen, seelsorgerische Berufe, TheologInnen u.A.

Bezeichnung des Abschlusses: 
Zertifikat der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN) und der DeGPT/BAG
Zu erbringende Leistungen: 
Sonstige
Details der Zugangsvoraussetzung: 
  • Psychologischer, pädagogischer oder verwandter Hochschul- oder Fachhochschulabschluss oder abgeschlossene Berufsausbildung sozialadministrativer, erzieherischer oder pflegerischer Berufe
  • mindestens dreijährige Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld
  • psychische Stabilität
  • Über Ausnahmen entscheidet die Lehrgangsleitung. Der Erwerb des Zertifikats der DeGPT/BAG-TP ist jedoch nur möglich, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind.
Zusätzliche Abschlussvoraussetzung : 
  • Teilnahme an allen Seminartagen
  • Teilnahme an den Supervisionen
  • Eine Fallvorstellung und eine Projektvorstellung (mündlich und schriftlich).
  • Bei der Wahl des zusätzlichen Schwerpunktes „Traumapädagogik“ noch eine weitere Projektvorstellung (mündlich und schritlich)