Zertifikatslehrgang Flüchtlingssozialarbeit

Verantwortlich: 
Herr Prof. Gunter Adams
Art des Abschlusses: 
Zertifikat
Dauer: 
1-2 Semester
Studienformat: 
berufsbegleitendes Studium
Sprache: 
deutsch
Studienangebot: 
Modulstudium
Kosten: 
Gesamtkosten 2.500,00 €/Einzelbelegung 500,00 € pro Modul
Beginn: 
jeweils im Sommersemester und im Wintersemester
Allgemeine Zugangsvoraussetzungen: 
Hochschulzugangsberechtigung
Studienort: 
Würzburg
Lehrkraft: 
Professor/inn/en des FHWS-Masterstudiengangs „International Social Work with Refugees and Migrants“ sowie Expert/inn/en aus der Praxis, die ganz überwiegend ebenfalls in dem Masterstudiengang unterrichten.
ECTS-Punkte: 
30
Gruppengröße: 
max. 30 TN

Der Zertifikatslehrgang „Flüchtlingssozialarbeit“ ist ein auf die Soziale Arbeit mit Flüchtlingen ausgerichtetes, anwendungsbezogenes und berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm.

Der Zertifikatslehrgang „Flüchtlingssozialarbeit“ zielt auf die kompakte und zertifizierte Aneignung von Kompetenzen im Flüchtlings- und Migrationskontext als einem Handlungsfeld Sozialer Arbeit Bereich ab. Das Konzept ist speziell auf die Anforderungen und Herausforderungen der Arbeit mit Flüchtlingen und Migrant/inn/en sowie der Aufnahmegesellschaft und dem damit jeweils verbundenen interkulturellen Kontext ausgerichtet.

Den Teilnehmer/inne/n wird neben Fach- und Anwendungswissen aus den Themenfeldern Interkulturalität, Pluralismus, Vulnerabilität, Psychologie Pädagogik und Recht ein disziplinübergreifendes Grundverständnis für die Zusammenhänge von Flucht und Migration sowie für die relevanten internationalen Strukturen, Akteure und Organisationen vermittelt. Sie werden befähigt, im Kontext von Flucht, Migration und Integration selbständig, koordinierend oder anleitend sowie ressourcenorientiert gesellschaftliche Teilhabe auf der einen und Kohäsion auf der anderen Seite zu fördern sowie nachhaltige Handlungsoptionen zu identifizieren und zu verfolgen.

Fächergruppe: 
Medizin
Pädagogik
Rechtswissenschaften
Schlüsselqualifikation
Sozialwesen
Sozialwissenschaften
Sonstiges
Gliederung: 

Der Lehrgang setzt sich aus zwei Studienbereichen mit jeweils drei Modulen zusammen:

Inhalt: 

Studienbereich 1: Grundlagen der Migrationsarbeit

Der erste Studienbereich führt die Teilnehmer/innen in den Gegenstand ein. Er vermittelt Wissenskompetenzen hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen und Handlungskompetenzen zur Analyse der rechtlichen Situation von Flüchtlingen und Migrant/inn/en sowie zur rechtlichen Beratung und Unterstützung v.a. im Verfahren bei Ausländerbehörden und beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Der Studienbereich führt in die Herausforderungen der Interkulturalität ein, sensibilisiert i. S. einer Reflexivität in einem gendersensiblen Umgang mit Flüchtlingen und Migrant/inn/en.

Modul 1:    Internationales, europäisches und nationales Migrations- und Flüchtlingsrecht

Modul 2:    Interkulturelle Kompetenz/Reflexivität und Gendersensible Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft

Modul 3:    Kommunikation und Beratung in der Migrationsgesellschaft

Studienbereich 2: Soziale Arbeit mit unbegleiteten Minderjährigen

Der zweite Studienbereich ist speziell auf die Anforderungen einer Sozialen Arbeit mit unbegleiteten Minderjährigen ausgerichtet. Er legt zunächst die jugendhilferechtlichen Grundlagen speziell einer ambulanten Jugendhilfe mit Fokus auf Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Hierauf aufbauend erwerben die Teilnehmer/innen Wissens- und Handlungskompetenzen für die Inobhutnahme, das Clearings und die stationären Betreuung unbegleiteter Minderjähriger. Gerade mit Blick auf diese Personengruppe lernen die Teilnehmer/innen häufig anzutreffende gesundheitliche und psychische Beeinträchtigungen kennen und entwickeln die Fähigkeit als Sozialarbeiter in interdisziplinärer Kooperation zu einem beschützenden und stabilisierenden Umfeld beizutragen.

Modul 4:    Ambulante und stationäre Kinder- und Jugendhilfe in der Migrationsgesellschaft

Modul 5:    Jugendhilfe für unbegleitete Minderjährige

Modul 6:    Umgang mit Krankheit und Traumata

Zielgruppe: 

Zielgruppe sind Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagog/inn/en, Erzieher/innen, Heilerziehungspfleger/innen und Lehrer/innen, die in dem Bereich der Flüchtlingssozialarbeit bereits beruflich tätig sind. Die Anforderungen der Arbeit mit der Zielgruppe der Flüchtlinge sind vielfältig und oftmals im grundständigen Studium und in der Ausbildung nicht ausreichend abbildbar. Vielfach wünschen sich Angehörige dieser Berufsgruppen deshalb eine anspruchsvolle und zugleich praxisorientierte Qualifizierung für ihre Arbeit. Hier setzt der Zertifikatslehrgang an. Er widmet sich intensiv der derzeit größten Herausforderung: der Betreuung unbegleiteter Minderjähriger.

Bezeichnung des Abschlusses: 
Zertifikat Flüchtlingssozialarbeit
Zu erbringende Leistungen: 
Sonstige
Details der Zugangsvoraussetzung: 

Voraussetzungen für die Teilnahme am Zertifikatslehrgang ist

a)      der Nachweis einer abgeschlossenen Berufsausbildung als Erzieher/in oder Heilerziehungspfleger/in oder einer vergleichbaren Berufsausbildung mit anschließender hierzu einschlägiger, qualifizierter, hauptberuflicher Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren

oder

b)     der Nachweis eines erfolgreich abgeschlossenen Hochschulstudiums der Fachrichtung(en) Soziale Arbeit, Sozialwesen, Sozialarbeit oder Sozialpädagogik oder einer vergleichbaren Fachrichtung einer deutschen Hochschule oder eines gleichwertigen Abschlusses und anschließender hierzu einschlägiger, qualifizierter, hauptberuflicher Berufserfahrung von mindestens sechs Monaten; die Entscheidung über die Vergleichbarkeit der Fachrichtung und die Gleichwertigkeit des Abschlusses erfolgt nach den Maßstäben des Art. 63 Absatz 1 BayHSchG durch das Prüfungsgremium.

Zusätzliche Abschlussvoraussetzung : 

Erfolgreiches Bestehen der Modulprüfungen

Besondere Zugangsvoraussetzungen: 
keine